Chinesische Medizin & TCM Bremen

Chinesische Medizin & TCM Bremen

Der Name unserer Webseite ist tcm-nord, dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, daß ich als Therapeut für Chinesische Medizin eine sehr intensive Grundausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) genossen habe, nämlich bei der AGTCM (Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin).

Als ich, Heilpraktiker in Bremen, meine Praxis eröffnete, war ich mir einiger Punkte noch nicht so ganz bewußt, welche mich heute davon abhalten würden, die Webseite so zu benennen.

Denn Chinesische Medizin oder TCM ist genau genommen das an den Chinesischen Universitäten entstandene System, welche versucht, Akupunktur, Chinesische Kräuterheilkunde und sogar westliche Medizin zu konsolidieren (zusammenzuführen).

Hinzu kommt noch, daß die verschiedenen Strömungen der Kräuterheilkunde, die es in China gab, zu einem System der TCM zusammengefaßt werden. All dies macht diese neuartige Chinesische Medizin für die Praxis weniger effektiv, weil das System eben nicht an der Praxis und an den klassischen Texten gewachsen ist. Wir versuchen in unserer Praxis in Bremen Chinesische Medizin nach ursprünglichen Methoden auszuüben und weniger TCM zu machen.

Unsere Leistungen aus der Chinesische Medizin & TCM im Überblick

Ursprüngliche Chinesische Medizin & TCM

Eigentlich hat man in der Chinesischen Medizin noch vor hundert Jahren nach einer bestimmten Schule gelernt, und ist für mehrere Jahre bei einem Lehrer gewesen, der eine bestimmte Tradition verkörperte. Praxis und Theorie liefen Hand in Hand, man lernte im klinischen Alltag.

Nun ist es mehr so, daß der Student in China ein universitäres System vermittelt bekommt, welches ihn auf die klinische Praxis nach dem Studium nur bedingt vorbereitet. Diese Ansicht ist nichts neues und kommt nicht von mir, Sie wird von prominenten Praktikern der Chinesischen Medizin wie Heiner Frühauf oder Greta Young vertreten, und ich selber durfte gleiches erfahren. Ich freue mich daher, daß Sie in meiner Praxis in Bremen Behandlungen mit authentischer Chinesischer Medizin und Japanischer Medizin bekommen können.

Zur Chinesischen Medizin wie wir sie sehen, insbesondere was die Kräuterheilkunde angeht, sind eventuell die Patienteninformationen über Chinesische Medizin interessant.

Was ist Klassische Chinesische Medizin?

Durch den Begriff Klassische Chinesische Medizin grenzen sich Therapeuten und Lehrer gerne von der TCM ab. Denn so will man sagen, daß es sich bei der ausgeübten Methode nicht um etwas neues oder modernes handelt, sondern um ein über Generationen hinweg gereiftes System, das sich in der Praxis erwiesen hat.

In Bremen gibt es durchaus mehrere Therapeuten, die Chinesische Medizin auf eine andere Art als die der TCM ausüben und sich zugleich auf eine alte Tradition berufen. So geschieht es auch in meiner Bremer Praxis, und ich freue mich sehr darüber, Ihnen authentische Methoden als Therapeut für Chinesische Medizin in Bremen anbieten zu können.

So biete ich Ihnen als Akupunkturform der Chinesischen Medizin zwar wie gesagt Japanische Akupunktur, diese basiert aber vollständig auf den Chinesischen Klassikern, darauf legt mein Lehrer Masakazu Ikeda besonderen Wert. Somit ist es Chinesische Medizin in Reinform und grenzt sich von modernen TCM Methoden ab.

Deswegen nennt mein Lehrer seinen Stil auch gerne TJM (Traditionelle Japanische Medizin). Man könnte es auch so sehen, daß die Japaner die Chinesische Medizin „bewahrt“ haben, während es in China durch die Kulturrevolution bedingt vor allem in Bereich der Akupunktur, aber auch Kräuterheilkunde, zu vielen tragischen Verlusten kam, was lebendige Traditionen betrifft. Allerdings ist dies eine etwas einseitige Betrachtung, denn in Japan gab es ähnliche Probleme.

Was die Kräuterheilkunde betrifft, so biete ich die sogenannte Jing Fang Methode an, welche sich vor allem auf Theorien und Rezepturen des Shang Han Lun und Jin Gui Yao Lue. Das sind wohl die wichtigsten Grundlagenwerke Chinesischer Kräuterheilkunde und es handelt sich um ein eigenes System Chinesischer Medizin, ungleich dem universitären System.

Ich richte mich hier momentan (Stand 2017) nach meinen Lehrern Dr. Sin Andreas Kalg, Prof. Dr. Huang Huang und Masakazu Ikeda. (Das Japanische Kampo ähnelt der Chinesischen Medizin im Sinne des Shang Han Lun sehr).

Rezepturen der Chinesischen Medizin & TCM

Hier möchte ich exemplarisch ein paar Rezepturen der Chinesichen Medizin bzw. des Jing Fang und Kampo aufführen, um aufzuzeigen, wie differenziert die Diagnose mit dieser klassischen Art der Chinesischen Medizin ist. Dies sind nur einige kleine Beispiele, der Wissensschatz der Chinesischen Medizin ist riesig.

Gui Zhi Tang

Gui Zhi Tang wir in der Chinesischen Medizin oft als Erkältungs-Rezept verwendet, ist jedoch erheblich vielseitiger einsetzbar. Sei dies nun Asthma oder Herzerkrankungen, Pruritus oder Enteritis. Chinesische Medizin ist eben etwas völlig anderes als Schulmedizin, wenn klassisch ausgeübt. Es geht im Jing Fang darum, ein Rezepturenmuster zu erkennen, oder anders formuliert, den Patienten in seiner Konstitution zu erkennen. Dann stärken wir bzw. gleichen an der richtigen Stelle aus.

In der Chinesischen Medizin wird Gui Zhi Tang sehr häufig verwendet. Es ist ein Grundrezept für viele weitere Rezepte wie zum Beispiel Ge Gen Tang. Typische Zeichen sind eine blasse Zunge, ein blasser Teint und eine dünne und kraftlose Bauchdecke. Ein Mangel an körperlicher Kraft und Durchhaltevermögen kann sich beispielsweise bei diesem klassischen TCM Rezept ebenfalls zeigen.

Ein wichtiger Bestandteil ist das im Rezeptnamen schon auftauchende Gui Zhi, die Äste des Zimtbaumes. Zu unterscheiden von Rou Gui, der Zimtrinde, welche bei uns auch in der Küche gerne zur Anwendung kommt, weil aromatischer. In der Chinesischen Medizin ist Gui Zhi eine Arznei, welche auch das Blut wärmt und leicht bewegt, und vor allem im oberen Erwärmer, also Herz und Lunge, wirkt. Rezepte mit Gui Zhi werden in meiner Praxis in Bremen oft verschrieben.

Zhen Wu Tang

Dieses Rezept ist ebenfalls ein Klassiker der Ursprünglichen Chinesischen Medizin. Es wird bei Patienten verwendet, die viele Symptome der Kälte zeigen, wie zum Beispiel Kälteaversion, Frösteln und kalte Extremitäten. Ödeme und beschwerliches Wasserlassen zeigen den Bezug zum Nieren Yang Mangel Syndrom der TCM. Anwendungen finden sich dann auch im Bereich der Nierenerkrankungen, aber nicht nur hier sondern zum Beispiel auch bei Schwindel und Hypotonie. Hier zeigt sich wieder das in der Chinesischen Medizin ein Rezept viele Erkrankungen behandelt – eine Wurzel und viele Äste also.

Worin unterscheidet sich die Chinesische Medizin & TCM von hiesiger Naturheilkunde?

Eine Differenzierung zur Westlichen Naturheilkunde sollte den Begriff Chinesische Medizin weiter erhellen können. Nehmen wir zum Beispiel die westliche Kräuterheilkunde, so haben wir in Europa Traditionen der Hausrezepte, der Klosterheilkunde und weitere. Allerdings hat die Chinesische Medizin zwei riesige Vorteile: Die Tradition von mehreren Jahrtausenden, mit aufeinander aufbauenden Werken und Schulen. Sowie die Entwicklung einer systematischen eigenen Pathologie und vor allem Rezepturenwissenschaft (Also die Zusammenstellung von Kräuterrezepten).

Das ist auch der Grund, warum ich ausschließlich Chinesische Medizin im Sinne der Kräuterheilkunde ausübe. Was nun die Akupunktur betrifft, so gibt es im Westen höchstens im moderneren Bereich der Osteopathie und anderen verwandten Therapien ähnlich anspruchsvolle Ansätze der Heilung. Meiner Meinung nach können diese an die Chinesischen Medizin und Akupunktur, was Tradition und Erfahrungswerte angeht, nicht heranreichen.

In meiner Praxis bekommen Sie daher Behandlungen mit Chinesische Medizin, welche auf den klassischen Texten und echten Traditionen beruhen. Natürlich haben auch westliche Ansätze ihren Wert und es gibt auch viele gute Therapeuten, die mit diesen Ansätzen großen Erfolg haben.

Warum biete ich in Bremen Chinesische Medizin & TCM und Japanische Medizin an?

Der Grund für mein Angebot in Bremen nicht nur im Bereich Chinesischer Medizin sondern auch in der Japanischen Medizin ist folgender. Im Bereich der Akupunktur ist es so, daß ich in Japan Kontakt zu zwei Lehrern habe (Masakazu Ikeda und Edward Obaidey), welche mich in Ihrer Praxis unterrichten. Das ist ein gewaltiger Vorteil, zumal es sich hier um zwei sehr kompetente Lehrer handelt, die Akupunktur auf hohem Niveau ausüben.

Wenn man solche Lehrer hat, ist es egal ob diese in China oder Japan sind. Zudem hat die Japanische Akupunktur durch ihre Rückbesinnung auf die Klassiker der Chinesischen Medizin viele positive Entwicklungen und Fortschritte durchlaufen, während die TCM Akupunktur stagniert.

Einen Lehrer in echter Tradition in China zu finden ist schwer, dies ist mir jedoch in Japan möglich geworden. So kann ich Ihnen in Bremen Akupunktur anbieten, welche auf den echten Grundlagen Chinesischer Medizin basiert, auf hohem Level. Auch im Bereich der Kräuterheilkunde der Chinesischen Medizin möchte ich Ihnen originale Methoden in echter Tradition anbieten.

Daher berufe ich mich hier ebenfalls auf Masakazu Ikeda, der das Japanische Kampo ausübt, welche starkt dem Jing Fang der Chinesischen Medizin ähnelt. Das Jing Fang habe ich zudem von meinen Lehrern Dr. Sin. Andreas Kalg und Prof. Dr. Huang Huang erlernt. Falls Sie daher eine Behandlung mit authentischen Methoden wünschen, so kommen Sie gerne in die Praxis nach Bremen!

Behandlung mit der alternativen Methoden der Chinesischen Medizin in Bremen

Nun fragen Sie sich vielleicht, welche Erkrankungen und Leiden denn mit meinen Methoden der Chinesischen Medizin behandelt werden können. Die Liste ist sehr lang, genauer gesagt sollte man eher auflisten, was man nicht behandeln kann. Denn so wie seit Jahrhunderten üblich, behandele auch ich so gut wie alles mit Chinesischer Medizin. So lassen sich Schmerzen aller Art, innere Erkrankungen wie die von Verdauung, Atmung, Niere usw. gut behandeln. Aber auch für Allergien, Hauterkrankungen oder psychisch-emotionale Probleme ist die Chinesische Medizin sehr gut geeignet.

Das sagen unsere Patienten zu unserer TCM Behandlung in Bremen

Über die Chinesische Medizin & TCM

Historie der Chinesischen Medizin

Offiziell gibt es mehrere tausend Kräuter, welche in der Chinesischen Medizin Anwendung finden, denn über lange Zeit entwickelte sich in dem riesigen Land ein großer Fundus an Wissen über die heilende Wirkung von Kräutern.

Die „Materia Medica des göttlichen Landwirts“ ist eines der ältetsten Grundlagenwerke der Chinesischen Medizin bzw. Kräuterheilkunde und behandelt einige der für die Chinesische Medizin wichtigsten Kräuter. Dieses Werk stammt aus dem zweiten Jahrhundert v. Chr. und ist ebenso ausgereift wie die besten Werke traditioneller westlicher Kräuterheilkunde. Seit dieser Zeit entwickelte sich die Chinesische Medizin immer weiter und es entstanden Werke über Rezepturen wie das Shang Han Lun („Abhandlung über Schäden durch Kälte“ , ca. zweites Jahrhundert n. Chr.)

Schon in diesem Werk sind die Rezepturen der Chinesischen Medizin sehr ausgereift. Es gibt detaillierte pathologische Muster bzw. Beschreibungen von Zustände welche der Erkrankte haben muss, damit eine Rezeptur passend angewendet werden kann. So geht es um die Qualität des Pulses oder bestimmte Befunde welche beim Tasten der Bauchoberfläche klar werden. Vor allem geht es auch um vielerlei Symptome. All dies definiert ein differenziertes Bild, ein pathologisches Muster oder auch „Rezepturenmuster“ der Chinesischen Medizin.

In diesem Stadium war die Chinesische Medizin also schon weiter als unsere traditionelle westliche Kräuterheilkunde jemals gewesen ist. Dies liegt historisch gesehen vielleicht daran, dass wir in Europa keine ununterbrochene Tradition dieser Art haben.

Daosimus und Chinesische Medizin & TCM

Die Chinesische Medizin wurde ganz wesentlich vom Daoismus und vom Konfuzianismus beeinflusst. Der Daoismus ist eine recht pragmatische Philosophie und beruht vor allem auf der Beobachtung der Natur. Durch intensives Erforschen der Gesetze in der Natur und im Menschen entwickelte man auch eine Lehre über Kräuter und Rezepte.

So redet die Chinesische Medizin zum Beispiel über die Temperatur der Kräuter. Eine Arznei kann wärmend oder kühlend auf den Menschen wirken. Dementsprechend wird diese dann bei Kältezuständen (Erkältung und Energiemangel) oder Hitze-Erkrankungen (Infektionen und evtl Bluthochdruck) angewendet.

So ist zum Beispiel die Zimtrinde (Rou Gui) wärmend und wird verwendet, um die Nieren zu wärmen (zum Beispiel bei Impotenz wegen Nieren-Yang Mangel) oder die Wirkung des gesamten Rezeptes Richtung Niere zu lenken.

Das Kraut Lu Gen hingegen kühlt die Lunge und wird somit bei hitzigen Lungenproblemen mit gelbem Sputum, trockenem Mund, Durst, etc. verwendet. An den Begriffen Hitze und Kälte wird klar, dass es um Eigenschaften geht wie wir Sie in der Umwelt antreffen und welche auf ähnliche Art im Menschen existieren. Der Mensch ist für den Daoisten ein Mikrokosmos, der die äußere Natur abbildet.

Pathogene in der Chinesischen Medizin & TCM

Eine wichtiger Unterschied zur Akupunktur im Vergleich zu den Kräutern der Chinesischen Medizin ist die Behandlung bzw. das Eliminieren sogenannter Pathogene. Dies kann wie oben beschrieben Hitze und Kälte sein, aber auch Schleim oder Wind. Je nach Pathogen gibt es bestimmte besonders geeignete Kräuter. Während die Akupunktur versucht, eine Balance der Meridiane über das Lösen von Blockaden und das in den Fluß bringen des Qi zu erreichen, so versucht man bei den Kräutern der Chinesischen Medizin häufig, zunächst die obigen Pathogene „auszuleiten“ oder „zu eliminieren“. Hat man zum Beispiel eine Hauterkrankung, welche ständig andere Stellen befällt, so ist dies in der Chinesischen Medizin „Wind“ und man würde auch Kräuter verwenden, welche eben diesen Wind eliminieren, wie zum Beispiel das Kraut „Fang Feng“ welches in der TCM und Chinesischen Medizin häufig verwendet wird.

Man sieht hier vielleicht auch, dass die Chinesische Medizin im Bereich der Kräuter mehr Ähnlichkeiten mit der westlichen Medizin hat als im Bereich Akupunktur. Dies ist kurz gesagt ein Grund, warum in China unter der kommunistischen Regierung vor allem die Kräutermedizin gefördert wurde, und diese deswegen in der TCM wichtiger ist als die Akupunktur. Auch kann man die Wirkung der Kräuter leichter mit westlicher Medizin erklären: Schließlich enthalten diese Stoffe, deren Wirkung sich erforschen lässt, und die so sogar ihren Weg in die Medikamente der westlichen Medizin finden. In der TCM in China spielen die Kräuter daher die größere Rolle, sie werden in den meisten Fällen angewendet. Die Akupunktur hat in der Chinesischen Medizin jedoch ursprünglich eine wichtigere Stellung als in der TCM von heute. Ein Grund, weswegen ich in Bremen Japansiche Akupunktur anbiete.

TCM und andere Strömungen

Wie schon angedeutet wird TCM hier zu Lande mit Chinesischer Medizin identifiziert. Eigentlich jedoch ist TCM ein System, welches unter der kommunistischen Regierung Chinas wohl etwa in den 1950er Jahren entstand. In der Tat gibt es in der Chinesischen Medizin viele Systeme, Schulen und Strömungen, welche von der TCM zum Teil zusammengefaßt werden.

So gibt es zum Beispiel Schulen, welche vor allem auf dem Shang Han Lun beruhen (siehe oben). Diese werden übergreifend manchmal mit „Jing Fang“ bezeichnet und nutzen die Formeln dieses wichtigen Buches der Rezepturen Chinesischer Medizin in reiner oder modifizierter Form. Ein anderes System bzw eine Strömung ist die Menghe Schule, zu welcher der berühmte Kräuterarzt Qin Bo Wei gehörte.

Hier wird mehr auf die einzelnen Kräuter geschaut und anstatt die beste Formel aus einer Menge auszuwählen wird eher ein neues Rezept mittels individueller Zusammenstellung kreiert. Auch kommen zum Teil andere Kräuter zum Einsatz als beim Jing Fang.

Schulmedizin und Chinesische Medizin & TCM

In China wird Chinesische Medizin in vielen Krankenhäusern parallel zur Schulmedizin angewendet. Die Chinesischen sind hier pragmatisch: Was funktioniert, wird auch benutzt. Schulmedizin kann Chinesische Medizin natürlich nicht hinreichend erklären. Man bedenke immer, daß die Schulmedizin eine sehr junge Disziplin ist, vor allem im Vergleich zur Chinesischen Medizin.

Eine häufige Kritik ist, Chinesische Medizin sei „unwissenschaftlich“. Hier führe man sich dann einfach vor Augen, dass sich auch die Schulmedizin letzten Endes im Alltag beweist: Erst die Statistik über ein neues Medikament, über Jahre beobachtet, gibt Aufschluss darüber, wie es wirklich am Menschen wirkt. So ist es in der Schulmedizin dann so, dass die Praxis und Anwendung über die Effektivität von Arzneien entscheidet. Statistik wird zur wichtigsten Disziplin.

Ebenso hat man jedoch in der Chinesischen Medizin Erfahrungen gesammelt, aber über viel längere Zeit. Zudem basiert die Chinesische Medizin nicht auf einer naturwissenschaftlichen Doktrin, sondern auf dem Daoismus.

Wir verlangen von der Chinesischen Medizin oft, dass diese unter dem naturwissenschaftlichen Paradigma einer genauen Analyse standhält. Ebenso könnte man den Spieß jedoch umdrehen und sich fragen, inwieweit die Schulmedizin unter der Prämisse des Daoismus überzeugend ist. Hier würde diese dann vermutlich ebenso abschneiden. Implizit halten wir unseren westlichen Ansatz jedoch immer für besser, weil er unserem Weltbild entspricht. Dadurch setzen wir uns jedoch Scheuklappen auf. Hier ist auch der Beitrag über den Unterschied von Schulmedizin und Chinesischer Medizin interessant.

Wie verläuft eine Therapie mit Chinesischer Medizin und was ist zu beachten

In unserer Praxis in Bremen halten wir uns so weit wie möglich an die Vorgehensweisen unserer Lehrer aus China und Japan bzw. an die Methoden, welche wir bei Aus- und Fortbildung erlernt haben.

Bei den Kräutern bedeutet dies, dass der Patient ein individuell auf ihn abgestimmtes Rezept bekommt. Dieses nimmt er meist 2 Wochen ein, danach wird es modifiziert, entsprechend der bisherigen Ergebnisse. Dosis, Frequenz der Einnahme etc. werden genau überlegt und angepasst. Wir verschreiben gemäß der Diagnose mit Chinesischer Medizin und nicht symptomatisch, sondern gehen an die Ursache des Problems, so wie es die Chinesische Medizin eigentlich auch möchte.

Das Kampo der japanischen Medizin ist das Pendant zum Jing Fang der Chinesischen Medizin. Beide Methoden legen großen Wert auf die konstitutionelle Verschreibung der Formeln. Dementsprechend wird auch in unserer Praxis der ganze Mensch behandelt – ganzheitlich, individuell und authentisch.


4.9
4,9 rating
4.9 von 5 Sternen (basierend auf 10 Bewertungen)
Ausgezeichnet90%
Sehr Gut10%
Durchschnittlich0%
Schlecht0%
Sehr Schlecht0%