40 Jahre auf der Welt – 10 Jahre Chinesische Medizin

Dass ich Chinesische Medizin praktizieren darf empfinde ich wie die meisten guten Dinge in meinem Leben als Glücksfall, also als etwas, daß zu mir gekommen ist, ohne daß ich es gezielt angesteuert hätte. Ich erfuhr Hilfe durch die Praktiken der Chinesischen Medizin und lernte Menschen kennen, Lehrer und Kollegen, die mir heute viel bedeuten. Heute habe ich nun mein vierzigstes Lebensjahr vollendet und feier zugleich ein zehnjähriges Jubiläum meiner Erfahrungen mit Chinesischer Medizin.

Wie es begann

Als ich noch in Freiburg wohnte lernte ich dort meinen ersten Lehrer für Qi Gong und Taiji kennen, durch einen Zufall kamen wir in einem Cafe ins Gespräch. Wilhelm Sumser oder einfach nur „Willi“ überzeugte mich durch seine große Menschenkenntnis, indem er sofort erkannte, was gut für mich ist. So lernte ich dann die ersten Übungen im Bereich Bagua Chuan, Taiji Chuan und Qi Gong von ihm und folgte ihm auf ein Retreat nach Sizilien auf eine Vulkaninsel. Von da an ließ mich die Chinesische Medizin nicht mehr los, denn diese Übungen waren besser für mich als alles Yoga, das ich in vielen Jahren erlernt hatte. Schnell interessierte ich mich auch für Qi Gong Formen von Lehrern wie Mantak Chia und Bruce Franzis und kam schließlich zur Akupunktur und Diagnose der TCM.

Warum Chinesische Medizin

Meine formale Ausbildung in der Chinesischen Medizin startete am ehemaligen IFP (Institut für Phytotherapie) in Berlin. Ich schätzte den Unterricht von Wolfgang Palm am meisten von allen Fächern, es ging um westliche Heilpflanzen nach Chinesischer Anwendungsweise sowie um Japanische Akupunktur nach Dr. Stephen Birch. Schnell nahm ich jedoch die Ausbildung am Shou Zhong Institut für Chinesische Medizin in Berlin auf und hatte das Glück, in Praxis und Theorie sehr erfahrene Lehrer zu haben, die selbst in China gelernt hatten. So konnte ich mich schnell für die verschiedenen Aspekte der Chinesischen Medizin begeistern, vor allem auch für die ganz andere Weltanschauung des Daoismus, welche die wesentliche Grundlage für die TCM ist. Wie üblich fand ich die schweren Themen am interessantesten und so vertiefte ich mich zum Beispiel in die Pulsdiagnose oder die Theorie hinter Kombinationen von Akupunkturpunkten. Dann kam irgendwann die Kräuterheilkunde der Chinesischen Medizin dazu, welche ebenfalls erheblich anspruchsvoller ist als alles, was westliche Naturheilkunde in diesem Bereich zu bieten hat. Mein großes Glück war schließlich die Begegnung mit Dr. Stephen Birch und die Ausbildung im Toyohari, die mich zur Japanischen Medizin und Akupunktur, zum Kampo und zum Jing Fang führte.

Ein großes Dankeschön

Das geht an alle meine Lehrer und Wegbegleiter.